Motor Management zur Leistungssteigerung im Rennsport

Alle Arten von heutigen Automobilmotoren werden über eine Software gesteuert, die sich in einem extra dafür entwickelten Steuergerät befindet. Dies bietet im heutigen Rennsport eine Menge an Vorteilen.

Motor Management ist ein Vorgang, mit dem die Steuerung des Zündvorganges an einem Automobilmotor beschrieben wird. Nur für diesen Vorgang befindet sich ein eigens dafür programmiertes Steuergerät am Motorblock. Dieses Gerät ist mit einer Software bestückt, die es einem Mechaniker erlaubt, Änderungen an den Leistungseigenschaften des Motors vorzunehmen. Dazu muss ein Computer mit dem Steuergerät verbunden werden, welcher über die Software zum Programmieren der Leistungseigenschaften verfügt. Grundsätzlich benötigt auch der Benutzer der Software fortgeschrittene Kenntnisse.

Autos des täglichen Bedarfs werden in der Regel mit einem vorprogrammierten Steuergerät ausgestattet. Die Eigenschaften werden selten oder meist gar nicht geändert. Anders sieht das beim Motormanagement für Rennautomobile aus. Diese werden mit einem speziellen Steuergerät ausgestattet, das mit einer Funkstation am Kommandostand und mit einem Bedienelement im Wageninneren verbunden ist. Hier kann man dann je nach Bedarf die Leistungsfähigkeit des Motors erhöhen oder absenken. Die Verringerung der Leistungseigenschaften wird dabei eingesetzt, um den Motor zu schonen und so die Lebensdauer des Gerätes zu erhöhen. Die Leistungssteigerung wird initiiert, wenn der Wagen in besonderen Situationen eine Mehrleistung zu erbringen hat wie beispielsweise beim Start und bei Überholvorgängen.

Um bei handelsüblich Automobilen eine Leistungssteigerung zu erreichen, wird oftmals das sogenannte Chiptuning eingesetzt. Dabei wird dem Steuergerät ein zusätzliches Bauteil hinzugefügt, welches die Leistungsfähigkeit erhöht.