Trockene Lippen können auf viele Ursachen zurückzuführen sein, zum Beispiel auf Kälte, Wind und Sonne. Mit einer Lippenpflege ohne Paraffine und Mineralstoffe kann man des Problems Herr werden.
In den Wintermonaten trocknen die Lippen häufig aus, fangen an zu spannen und werden rissig. Ursache sind hier neben Wind und Kälte häufig geheizte Räume. Aber auch Hitze greift die Lippen an, und sie können auch einen Sonnenbrand erleiden. Klimatisierte Räume sind ebenfalls oft sehr trocken. Wenn man nachts an den Lippen kaut oder mit der Zunge über die Lippen leckt, verschlimmert sich das Problem nur noch. Hilfreich ist es, viel und regelmäßig zu trinken. Trockene Zimmer sollte man häufig gründlich durchlüften. Eventuell kann man sich einen Luftbefeuchter kaufen oder die Luftfeuchtigkeit mit einem Zimmerbrunnen oder Pflanzen erhöhen. Außerdem braucht man eine gute Lippenpflege.
Beim Kauf eines Stifts oder einer Creme für die Lippen sollte man auf die Inhaltsstoffe achten. Nach Möglichkeit sollten diese weder Mineralöle noch Paraffine enthalten, da diese die Lippen noch stärker austrocknen, so dass man im Extremfall den Lippenstift jede Stunde aufzutragen beginnt. Manche geraten so in eine Art Lippenpflegesucht. Auf ätherische Öle sollten die Lippenstifte auch verzichten, weil diese austrocknen. In der Apotheke und in Drogerien gibt es zahlreiche Stifte mit pflanzlichen Zutaten zu kaufen. Diese enthalten zum Beispiel Kampfer, Aloe vera, Jojoba-Öl, Wachs oder Ringelblume. Sehr hilfreich wirken außerdem heilende Cremes und Stifte wie spezielle Wundsalben. Diese wirken gegen Risse und pflegen die Lippen zugleich. Ein Beispiel ist der Bepanthol-Lipstick, der regenerierend wirkt. Er enthält auch einen UVA- und UVB-Filter. Sonnenschutz ist ebenfalls ein Punkt, auf den man beim Kauf eines Stifts achten sollte. Dann kann man ihn auch im Hochsommer oder in extremen Wettersituationen, wie etwa beim Wandern im Hochgebirge oder beim Wintersport verwenden. Der Lipstick sollte leicht aufzutragen sein, nicht kleben und am besten geschmacksneutral sein. Freilich kann man sich die Lippenpflege auch selbst mit Mandelöl, Bienenwachs und Kakaobutter anmischen. Rezepte finden sich im Internet zahlreich. Sehr wirksam sind außerdem Lippensalben, die man sich nach Arztrezept in der Apotheke anmischen lässt. Hier muss man aber unter Umständen zuzahlen oder die Kosten werden gar nicht übernommen.
Ratsam ist es, ein- bis zweimal wöchentlich ein Peeling mit einer weichen Zahnbürste durchzuführen, dann werden die Lippen besser durchblutet, und Cremes ziehen leichter ein. Bevor man sich schminkt, sollte man immer eine Pflege auftragen.
Eine Lippenpflege beugt auch Folgeerscheinungen vor. So tauchen auf angegriffenen Lippen häufiger Herpesbläschen auf, die dann wiederum die Austrocknung begünstigen. Wenn die trockenen Lippen noch mit anderen Symptomen einhergehen, wie zum Beispiel eingerissenen Mundwinkeln, Bläschen im Mund oder auf den Lippen, Abgeschlagenheit oder Veränderungen der Nägel und Haare, sollte man in Betracht ziehen, ob die spröden Lippen auf Vitamin- oder Mineralstoffmangel zurückzuführen sind. So können zum Beispiel Eisen, Vitamin B2, B6 oder B12 und Zink fehlen. Bevor man sich aber selbst behandelt und Vitaminpräparate einnimmt, sollte man beim Arzt untersuchen lassen, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt. Zu viele Vitamine können auch schaden. Ebenso können andere Ursachen, wie Nahrungsmittelallergien, Pilze, verschiedene Bakterien, Medikamentennebenwirkungen, Diabetes oder Neurodermitis die rissigen Lippen hervorgerufen haben.
14. September